Motorradreisen

Reiseziele, Sehenswürdigkeiten und Vorbereitungen für den Motorradurlaub

Mit dem Motorrad zu verreisen, bedeutet Freiheit und Abenteuer. Du alleine bestimmst dein Ziel, wählst die Route, entscheidest über dein Tempo und suchst dir Unterkunft nach deinem Geschmack und Budget. Egal ob auf oder abseits asphaltierter Straßen, ob Wildcamping, Campingplatz oder 5-Sterne-Hotel, ob Wochenendtrip oder mehrjährige Motorradweltreise: dich erwarten unvergessliche Erlebnisse. Worauf wartest du noch? Lass dir den Fahrtwind um die Nase wehen und erlebe spektakuläre Landschaften und Einblicke in fremde Kulturen, entdecke kulinarische Köstlichkeiten und erfreue dich an der Gastfreundschaft von Menschen anderer Nationalitäten. All das gepaart mit dem, was du am Motorradfahren liebst, mit Freiheitsgefühl, Schräglage und Beschleunigung.

»Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest.

PAULO COELHO

Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergegangenen weltweiten Reisebeschränkungen haben die Planung und Durchführung von Motorradreisen zuletzt erheblich erschwert. Ich habe daher in den letzten Jahren ausschließlich kürzere Motorradreisen zu nahegelegenen und aus Deutschland relativ einfach zu erreichenden Reisezielen unternommen. Neben Italien habe ich Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien und Griechenland mit dem Motorrad bereist.

Durch diese Reisen war es mir möglich, mein Motorrad und neu angeschaffte Ausrüstung auf Herz und Nieren zu testen. Mittlerweile habe ich mein Gepäck so weit optimiert, dass es mir problemlos möglich wäre, damit eine Motorradweltreise auf unbestimmte Zeit zu bestreiten.

Auf ADV Vagabond berichte ich von meinen Motorradreisen. Ich gebe Tipps zu sinnvollem Motorrad- und Campingzubehör, zu geeigneten Adventure Bikes und zur optimalen Motorradbekleidung. Außerdem erfährst du von ausgewählten Reisezielen, von Sehenswürdigkeiten, spannenden Aktivitäten und einfachen Unterkünften.

Mit dem Motorrad nach Griechenland

Lust auf Endurowandern in Griechenland? Extreme Gastfreundschaft, atemberaubende Landschaften, antike Ruinen unter blauem Himmel, endlose Küsten und kulinarische Köstlichkeiten – all das ist Griechenland. Neben weltbekannten archäologischen Stätten und paradiesischen Stränden und Inseln erwartet dich in Griechenland eine dynamische Kultur mit köstlicher Küche, mitreißender Musik und typisch griechischer Gastfreundschaft.

Als EU-Bürger oder Schweizer brauchst du zur Einreise nach Griechenland nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Die griechische Währung ist der Euro. Mit dem Motorrad kannst du Griechenland aus der DACH-Region über »die Balkanroute« oder alternativ per Fähre aus Italien erreichen.

Auf dem Peloponnes befindet sich der zweitsüdlichste Punkt des europäischen Festlands und viele Campingtouristen, Fahrrad- und Motorradreisende überwintern sogar wegen des relativ milden Klimas und der einfachen Reisebedingungen in Griechenland. Aber auch kürzere Griechenlandreisen mit dem eigenen Fahrzeug sind aufgrund der guten Fähranbindung nach Italien problemlos möglich. Campingplätze kosten zwischen 10 und 15 Euro pro Nacht (eine Person, Motorrad und Zelt) und ermöglichen damit einen relativ kostengünstigen Urlaub.

Griechenland ist in dreizehn politische Regionen unterteilt, die von verschiedenen Kulturen geprägt wurden und sich dementsprechend stark voneinander unterscheiden können.

In Reiseführern wird Griechenland meist in Nordgriechenland, Zentralgriechenland und dem Peloponnes und die griechischen Inselregionen unterteilt. Einen Überblick zu den griechischen Regionen und Reisezielen, anhand dessen du deine Griechenlandreise perfekt planen kannst, findest du unter folgendem Link.

Mit dem eigenen Motorrad kannst du Griechenland einfach und preisgünstig über eine der zahlreichen, täglich zwischen Italien und Griechenland pendelnden Autofähren erreichen. Ob du gleich Hin- und Rückfahrt buchst oder eine Strecke über die Balkanroute zurücklegst, bleibt natürlich dir überlassen. Die Anfahrt mit der Fähre schont Material und Nerven und ermöglicht auch kürzere Griechenlandreisen mit 1-2-wöchigem Aufenthalt. Mit noch frischem Reifenprofil kannst du so mit deinem Adventure Bike die zahlreichen griechischen Schotterpisten und Singletrails erkunden. Alle Informationen und Tipps zu den Fährverbindungen habe ich dir in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst.

Die Ionischen Inseln liegen vor der Westküste Griechenlands und erstrecken sich von der albanischen Küste im Norden bis zum Peloponnes im Süden. Sie bieten paradiesische Sand- und Kiesstrände, atemberaubende Steilküsten, spannende Höhlen und Grotten. Schotterpisten in fantastischen Landschaften lassen die Herzen von Endurofahrern und Naturliebhabern höher schlagen. Unter folgendem Link findest du eine Übersicht zu den Ionischen Inseln.

 

Korfu ist die nördlichste der großen Ionischen Inseln und, zumindest in Deutschland, die wohl bekannteste. Die romantische Insel stand unter venezianischer, französischer und britischer Herrschaft, bevor sie 1864 an Griechenland fiel. Das kulturelle Erbe spiegelt sich heute in den zahlreichen Sehenswürdigkeiten Korfus wider. So fühlen sich auf Korfu vor allem kulturinteressierte Urlauber wohl, die neben dem Strandleben auch ein großes Angebot an Museen und historischen Sehenswürdigkeiten erwarten. Für Endurofahrer und Strandliebhaber gibt es spannendere und geeignetere Inseln im Ionischen Meer.

Lefkada ist durch eine Schwimmbrücke mit dem griechischen Festland verbunden, hat unzählige endlos lange Sand- und Kiesstrände, die nicht nur zu den schönsten Griechenlands gehören, sondern europaweit zu den Top-Stränden zählen. Ob Badeurlauber oder Wassersportler, wie z. B. Wind- und Kite-Surfer, alle finden ideale Bedingungen auf Lefkada. Mit dem Motorrad kannst du die Insel ideal bereisen und ihre Orte und Sehenswürdigkeiten erkunden. Mein ausführlicher Lefkada Reisebericht enthält Informationen und Tipps zu allen Fragen, die dich als Lefkada-Touristen interessieren könnten.

Von den Ionischen Inseln ist Kefalonia die größte und wie die Nachbarinsel Lefkada touristisch noch nicht überlaufen. Die Insel bietet perfekte Bedingungen für Sonnenanbeter und Wassersportler. Dich erwarten unzählige wunderschöne Strände, glasklares Wasser und ein intensiv blaues Meer. Auf den zahlreichen Schotterpisten im bergigen Inselinneren kommen auch Endurofahrer auf ihre Kosten. In meinem Reisebericht bekommst du Informationen zu allen für einen gelingenden Urlaub auf Kefalonia relevanten Fragen.

 

Zakynthos ist die südlichste der großen und bekannten Ionischen Inseln. Highlight der Insel und beliebter Instagram-Hotspot ist der Navagio Beach mit seinem Schiffswrack. Auf der bei britischen Touristen besonders beliebten Insel fühlt sich in der Hauptsaison auch das Partyvolk wohl. Alle Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Stränden, Aktivitäten, Anreise und Unterbringung, habe ich dir unter folgenden Links zusammengefasst.

Der Peloponnes ist vom Golf von Korinth, dem Ägäischen Meer und dem Ionischen Meer umgeben. Die Region und Halbinsel bietet wilde Landschaften mit Hochgebirgen, weiten Ebenen und malerischen Steilküsten. Kulturinteressierte Urlauber finden auf dem Peloponnes etliche weltbekannte archäologische Stätten und Kulturdenkmäler. Die Halbinsel erfreut sich bei Campingtouristen, Fahrrad- und Motorradreisenden und Pauschaltouristen gleichermaßen großer Beliebtheit. In meinem Peloponnes-Reiseführer erfährst du von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und schönsten Stränden der griechischen Halbinsel.

 

Motorradurlaub in Italien

Motorradtouren in Italien erfreuen sich großer Beliebtheit. Der italienische Stiefel erstreckt sich von Südtirol im Norden bis Kalabrien im Süden auf über eintausend Kilometer Luftlinie. Der nördliche Teil des Landes ist komplett von den Alpen eingefasst und bietet Motorradfahrern spektakuläre Alpenpässe, wie z. B. den Passo di Giau, den Passo di Gavia, das Sellajoch oder das Stilfser Joch.

Die Küstenlinien Italiens sind abwechslungsreich, bieten traumhafte Küstenstraßen und beliebte Touristenorte. Unter Italiens Seen erwarten dich extrem beliebte und gut frequentierte Reiseziele, z. B. der Gardasee, ebenso wie wenig besuchte Geheimtipps, z. B. der Bolsenasee. Außerdem erwarten dich in Italien romantische Städte und von Deutschland aus relativ einfach zu bereisende Inseln.

Reiseziele in Italien

Italien ist in 20 Regionen unterteilt und bietet Motorradfahrern extrem viele lohnende und abwechslungsreiche Reiseziele. Im Folgenden stelle ich dir einige der von mir in jüngster Zeit bereisten italienischen Urlaubsdestinationen vor.

Das Orciatal liegt in der südlichen Toskana. Seine Agrarlandschaft wurde 2004 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt und gehört für viele zu den schönsten Gegenden Italiens. Durch die vielen legal und einfach zu befahrenden Schotterpisten eignet sich das von sanften Hügeln geprägte Tal der Orcia ideal zum Endurowandern für Einsteiger. Fahrer von Straßenmaschinen und Cabrios genießen die Fahrt die kurvigen Landstraßen entlang, vorbei an malerischen Olivenhainen und Hügeln mit Zypressen. Nicht umsonst führt auch das legendäre Autorennen Mille Miglia mitten durchs Orciatal. Erfahre jetzt mehr über die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen des Val d‘ Orcia.

Ein Kontrast zu den sanften, landschaftlichen Schönheiten des Orciatales ist die große, laute Hafenstadt Neapel am Golf von Neapel mit dem südöstlich von ihr fotogen aufragenden Vulkan Vesuv. Mit ihrem Reichtum an sehenswerten Kulturdenkmälern, wie Kirchen, Festungen, Museen, schönsten, belebten Plätzen, malerischen Stadtvierteln und vielem anderen, ist die Millionenstadt, die auch für Motorradreisende gut zu erkunden ist, insgesamt absolut einen Besuch wert. Du findest für deinen Besuch der Stadt ausführliche Informationen zu ihren Sehenswürdigkeiten, zu Unterkunft, Öffnungszeiten und überhaupt allem Wichtigen in meinem Reisebericht Neapel.

Die Amalfiküste ist eine der reizvollsten Küsten Italiens und seit 1997 UNESCO Weltnaturerbe. Die schroffe Steilküste der Halbinsel von Sorrent mit ihren zerklüfteten Felsen, malerischen Bergdörfern, fantastischen Ausblicken auf das in vielfältigstem Blau leuchtende Meer und auf einsame Badebuchten zieht Touristen aus aller Welt an. Berühmt ist die schmale, kurvenreiche Küstenstraße Amalfitana, eine Zumutung für »normale« Autofahrer, eine spannende Herausforderung für sportliche Motorradfahrer. In meinem Erfahrungsbericht Amalfiküste gebe ich dir ausführliche Informationen zu allen Fragen bezüglich Anreise, Unterkunft, Sehenswürdigkeiten, Unternehmungen usw.

Warum mit dem Motorrad verreisen?

Die Leidenschaften Reisen und Motorradfahren lassen sich perfekt miteinander kombinieren und verbinden das Beste aus mehreren Welten. Neben der Faszination Motorrad (Design, Beschleunigung, Schräglage, Sound, Freiheitsgefühl u.s.w.), von der du wahrscheinlich auch befallen bist, und dem generellen Vorteil von Überlandreisen auf eigene Faust (Flexibilität, Preisniveau), bringen Motorradreisen noch weitere Vorteile mit sich.

Welches Motorrad für die Motorradreise?

Vom Mofa bis hin zum Superbike kannst du deine Motorradreise prinzipiell mit jedem Krad angehen, wobei Tourenmotorräder, Adventure Bikes und Reiseenduros natürlich den größten Fahrkomfort versprechen.

Wie die Motorradtour planen?

Eine Motorradreise lässt sich gut mit Online-Kartendiensten wie z. B. Google Maps, planen. Du kannst dir dort einen guten Überblick über das Straßennetz deiner bevorzugten Urlaubsregion verschaffen und gezielt nach Sehenswürdigkeiten, Tankstellen, Hotels und anderen POIs suchen. Über den bei vielen kostenlosen Kartendiensten integrierten Routenplaner bekommst du ein Gespür für Entfernungen und Fahrtzeiten.

Innerhalb Europas habe ich gute Erfahrungen mit Tagesetappen von 400 bis 500 Kilometern gemacht. Die ersten Etappen können, falls über halbwegs bekannte Autobahnen zurückgelegt, natürlich auch deutlich länger (z.B. 1.000 km am ersten Tag) sein. Je exotischer das Reiseziel, desto größer der Aufwand bei der Planung. Je nach Land musst du dich im Vorfeld um die Sicherheitslage, Einreise- und Visabestimmungen kümmern. Eine gute Informationsquelle ist hier immer die Website des auswärtigen Amtes. Im fernen Ausland plant man natürlich deutlich kürzere Tagesetappen ein. In Thailand, Laos und Kambodscha lagen meine durchschnittlichen Tagesetappen bei etwa 250 bis 300 Kilometer pro Tag. Generell empfehle ich, die Route deiner Motorradreise nur in groben Zügen zu planen und viel Spielraum für spontane Änderungen zu lassen. Meine Unterkunft buche ich meist erst vor Ort.

Die grob geplante Route überträgst du dann je nach Belieben in Papierkarten, deine bevorzugte Navigations-App auf deinem Smartphone oder dein Navigationsgerät.

Tipp: Wenn du ADAC Mitglied bist, kommst du in den Genuss zahlreicher Leistungen, die auf einer Motorradreise innerhalb Europas (Plus-Mitgliedschaft) oder weltweit (Premium-Mitgliedschaft) sinnvoll sind. Kostenlose Karten (ADAC Tourset / Reiseführer) bekommst du neben vielen weiteren Leistungen sogar schon bei der preiswerten klassischen Mitgliedschaft.